Königsmoor (Schleswig-Holstein)

Wiedervernässung von Hochmoorgrünland im Königsmoor in der Eider-Treene-Sorge-Niederung (Landkreis Rendsburg-Eckernförde)

Das Projektgebiet umfasst eine 68 Hektar große Teilfläche des Königsmoores in der Gemeinde Christiansholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Es ist Teil eines insgesamt rund 1200 Hektar großen Hochmoores, das im Verlauf des 20. Jahrhunderts durch Gräben und Drainagen stark entwässert wurde, um sie als Grünland intensiv nutzen zu können.

Mit dem Erwerb der Flächen hat die Stiftung Naturschutz auf extensive Nutzung ohne Düngung und Grünlandpflege umgestellt. Die negativen Wirkungen der Entwässerung – wie Zersetzung des Torfes und damit Entweichung von klimaschädlichen Gasen – lassen sich dadurch jedoch nicht aufhalten bzw. rückgängig machen.

Nachdem im Königsmoor ein erster Teilbereich von 20 ha vernässt wurde, brüten bereits die ersten Kiebitz-Paare wieder in diesem Gebiet. Im Dezember 2015 begann der zweite Bauabschnitt, diesmal wurden auf rund 48 Hektar des Moores Drainagerohre entfernt und Entwässerungsgräben verschlossen. Zusätzlich wurden auf insgesamt 5.600 Meter Verwallungen gebaut, damit künftig mehr Oberflächenwasser auf der Fläche verbleibt. Durch das Anheben des Wasserstands werden die Torfe im Moor konserviert und die Torfzersetzung vermindert oder gestoppt. Auch seltene Tiere profitieren davon, neben den Kiebitzen, ist es der Wachtelkönig, das Tüpfelsumpfhuhn und der Moorfrosch. In 2021 ist bereits eine weitere Fläche in Planung, die renaturiert und nach dem MoorFutures Standard zertifiziert werden soll.

Moore sind unsere größten Kohlenstoffspeicher. Der Effekt beruht darauf, dass sie die CO2-Speicherfunktion nur erfüllen können solange ihr Wasserhaushalt intakt ist. Entwässerte Moorböden hingegen zersetzen sich und setzen dabei klimaschädliche Treibhausgase frei.

Die Stiftung arbeitet seit über 40 Jahren daran unsere landestypischen Moore zu reaktivieren. Die Vernässung des Königsmoores wird durch den Verkauf von MoorFutures® Klimaschutzzertifikaten refinanziert. Wir freuen uns, dass das Projekt so viele Unterstützer gefunden hat und haben deshalb eine weitere Fläche im Königsmoor für ein Folge-Projekt in die Machbarkeits-Prüfung gegeben.

Presse:

Interview Prof. Dr. Joachim Schrautzer: "Moore schützen heißt Klima schützen!"

Interview Magazin ZUKUNFT.GLOBAL Ausgabe 09/2019

Bericht im NABU Mitglieder-Magazin Betrifft: NATUR Ausgabe 02/2018

Bericht in dem Magazin ZUKUNFT.GLOBAL Ausgabe Juli 2017

Downloads (pdf):

Königsmoor-Steckbrief 

Königsmoor-MoorFutures Projektbeschreibung

MoorFutures Standard

MoorFutures Flyer 

MoorFutures Methodologie 

MoorFutures Alleinstellungsmerkmale

Stimmen zu MoorFutures

Verification Report -TÜV Rheinland

koenigsmoor2015

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